Aus Famab soll fwd werden

Neue Interessenvertretung für die Veranstaltungswirtschaft

Neue Interessenvertretung für die Veranstaltungswirtschaft

Angesichts der Pandemiefolgen und der zurückliegenden politischen Arbeit empfiehlt der Vorstand des Kommunikationsverbands Famab seinen Mitgliedern eine Neuaufstellung. Bei der Mitgliederhauptversammlung Anfang Juli sollen eine neue Struktur und ein neuer programmatischer Name für eine umfassende Öffnung sorgen.

Seit März 2020 ist die Veranstaltungswirtschaft im Lockdown. Unter den Betroffenen mit 80% Umsatzeinbruch, Kurzarbeit und fehlender Perspektive sind die Mitgliedsunternehmen des Kommunikationsverbands Famab, in dem unterschiedliche Gewerke der Veranstaltungsbranche organisiert sind. Die Pandemie hat die Branche in einer Härte getroffen, die einen Wandel der Interessenvertretung nötig macht.

Bei dieser Entwicklung will der Famab voranschreiten und diese im Sinne der Branche nutzen: Die neue Handlungs-und Denkrichtung lautet daher fwd (forward): –vorwärts! Es gilt eine neue Organisation zu schaffen, die die sechstgrößte Branche gegenüber Bund und Ländern als Schlüsselsektor repräsentiert. Die nicht nur die fachliche Bandbreite der Eventindustrie abdeckt, sondern auch eine flexible Organisation bietet, die für die 90 Prozent verbandlich nicht engagierten Menschen der Branche offen ist.

Flexible, niedrigschwellige Zugangsmöglichkeiten sollen vom Soloselbständigen und Einzelunternehmer bis zum Mittelstand alle ansprechen. In Zukunft wird es darum gehen, den Menschen der Branche unabhängig ihrer beruflichen Herkunft eine agile, flexible Plattform zu bieten. Deshalb wird der fwd diverse Mitgliedschaftsformen anbieten, um vom Auszubildenden bis zur Unternehmensgruppe das richtige und individuell gewünschte Maß an Partizipation zu bieten. Themen-und Fokusgruppen sowie Taskforces stehen für alle Akteure offen, die sich aktiver einbringen wollen.

„Klar ist: Unsere Branche braucht nicht den x-ten Fachverband. Diese professionellen Gruppen haben ihre volle Berechtigung für facettenreiche Sonderanliegen. Wir wollen stattdessen den neun von zehn Menschen der Veranstaltungswirtschaft eine attraktive Plattform bieten, die bislang keinen Grund hatten, sich zu organisieren“, erklärt Jörn Huber. Der Vorstandsvorsitzende des Famabs ergänzt: „Dafür ist der Famab prädestiniert. Denn er ist die einzige Brancheninstitution, die seit Jahrzehnten den Querschnitt des gesamten Sektors vertritt. Seine schlanke und effektive Organisation stellen wir unserem Wirtschaftszweig zur Verfügung.“ Huber weiß: „Es kann kein ‚weiter so‘ geben. Wir müssen für unsere gemeinsamen Bedürfnisse vorwärtsschreiten. Deshalb erfinden wir den Famab unter dem symbolstarken Namen Forward – kurz: fwd: – völlig neu.“

Aus dem Famab-Vorstand bekräftigt Markus Illing: „Die Unternehmen, Akteure und Verbände der Branche sind heterogen und fragmentiert. So ist bislang auch die Interessenvertretung zergliedert. Sie muss jedoch in ihrer Größe geeint sein, um übergreifende politische Anliegen zu erreichen. Keine Untergruppe verfügt über ausreichend Ressourcen, um die gemeinsamen Interessen gegenüber der Politik wirksam zu vertreten. Die bisherige Aufspaltung macht es einer passiven Regierung einfach, denn von kleinen Gruppierungen droht schlicht kein Gegenwind.“

https://www.famab.de