Einstellungen der Bevölkerung zu Corona-Schnelltests

Gemeinschaftsprojekt COSMO veröffentlicht neue Erhebungswelle

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Wie bewerten Menschen die aktuellen Lockerungsmaßnahmen und wie stabil ist ihr Vertrauen in das Pandemiemanagement der Bundesregierung? Wie verändert sich die Impfbereitschaft und wie verhalten sich die Einstellungen der Menschen zum Thema Schnell- und Selbsttests? Diese und weitere Fragen sind Gegenstand des „COVID-19 Snapshot Monitoring“ (kurz: COSMO). Als Gemeinschaftsprojekt der Universität Erfurt, dem Robert-Koch-Institut (RKI), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und weiteren Partnern erhebt die Panel-Befragung im zwei-wöchentlichen Rhythmus regelmäßig Daten zur Wahrnehmung der COVID-19-Lage in Deutschland.

Aus der aktuellen Befragungswelle Mitte März ging unter anderem hervor, dass ein Großteil der Bevölkerung Schnelltests falsch einschätzt. Als Gründe gegen Selbsttests wurde neben Bedenken vor der Selbstanwendung vor allem eine hohe Fehlerquote genannt. 79 Prozent der Befragten kann sich vorstellen, die seit Anfang März in Apotheken und Discountern erhältlichen Tests zu benutzen. Trotz der hohen Anwendungsbereitschaft werden die Testergebnisse vermehrt falsch eingeschätzt. So nahmen 67 Prozent der Befragten an, dass sie nach einem negativen Schnelltest-Ergebnis auch am nächsten Tag niemanden mit COVID-19 anstecken können (falsch). Zudem zeigten die Befragten übermäßige Skepsis, was die Validität eines positiven Testergebnisses angeht.

Das COSMO-Konsortium empfiehlt auf Basis der aktuellen Erhebungswelle unter anderem, die Zuverlässigkeit und Interpretation der Ergebnisse von Schnelltests handlungsorientierter zu kommunizieren.

https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo2020/web/