ACV zieht zum Covid19-Schnelltest-Pilotprojekt Bilanz

30 Sekunden pro Abstrich, Testdauer zehn Minuten

 30 Sekunden pro Abstrich, Testdauer zehn Minuten

Am 16. und 17. September führte das Austria Center Vienna in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Wien, dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Medizinprodukte-händler Alpstar ein europaweites Pilotprojekt mit rund 2.000 Schnelltests durch: „Mit dem Pilotprojekt wollten wir zeigen, dass Schnelltests die Sicherheit von Veranstaltungen deutlich erhöhen können und der Einsatz auch organisatorisch möglich ist. Das überwältigende Feedback und Interesse quer durch alle Branchen zeigt uns, welch große Hoffnungen in das neue Testsystem gesetzt werden. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern einen ersten Anstoß liefern konnten und möchten daher unsere Erkenntnisse für alle Interessierten zur Verfügung stellen“, sagt Susanne Baumann-Söllner, Direktorin des Austria Center Vienna. Bei 2.000 abgegebenen Schnelltests gab es insgesamt fünf positive Testergebnisse.

Die zentrale Erkenntnis aus dem Pilotprojekt lautet: Schnelltests sind in der Praxis durchführbar und bilden eine sinnvolle Ergänzung innerhalb eines Hygiene- und Sicherheitskonzepts. In der Vorbereitung wurde ein skalierbares Teststraßen-System entwickelt, welches individuell auf den Schnelltest abgestimmt ist.

Das Pilotprojekt lieferte wertvolle Erkenntnisse zu notwendigen Vorlaufzeiten vor Veranstaltungen und dem Personalaufwand bei Schnelltests: Als Grundlage für die Vorlaufzeiten können 30 Sekunden pro Abstrich genommen werden, daraus errechnen sich die notwendige Anzahl der Teststraßen bzw. die Zeitslots für die Teilnehmer. Pro Teststraße sind eine medizinische Fachkraft für den Rachenabstrich sowie zwei bis drei Assistenten zur Vorbereitung der Lösung und Betreuung der Testpersonen notwendig, hinzu kommt ein Sanitäter-Team am Ende der Straße für die Betreuung der positiven Fälle. Die Durchführung des Tests vom Abstrich bis zur Sichtbarkeit des Ergebnisses dauerte im Schnitt zwischen 6-10 Minuten – damit lag man deutlich unter den ursprünglich eingeplanten 15 Minuten.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden rund 2.000 Schnelltests bei Studierenden, Personal, Partnerunternehmen und Journalisten etc. durchgeführt, dabei gab es fünf positive Testergebnisse. Nach umgehender Isolierung und der Durchführung eines zusätzlichen PCR-Tests wurden die fünf Verdachtsfälle einzeln in Heimquarantäne gebracht.

Am zweiten Veranstaltungstag wurde eine Person positiv getestet, welche am ersten Tag ein negatives Ergebnis hatte. Dieser Fall unterstrich einmal mehr, dass ein Antigentest stets eine Momentaufnahme der aktuellen Viruslast ist. Daher sollte bei mehrtägigen Veranstaltungen ein täglicher Schnelltest durchgeführt werden. Außerdem ist ein negatives Testergebnis niemals gleichzusetzen mit absoluter Sicherheit vor Covid19 - es ist aber ein wirksames Werkzeug, um die Sicherheit vor Ansteckungen bei Veranstaltungen deutlich zu erhöhen.

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