ifo Konjunkturumfrage: Zukünftig weniger Messebeteiligungen

39 Prozent der deutschen Aussteller rechnen mit reduzierten Messeauftritten

39 Prozent der deutschen Aussteller rechnen mit reduzierten Messeauftritten

Wie die ifo Konjunkturumfrage aus dem August ergab, werden sich die Messebeteiligungen der deutschen Industriefirmen im kommenden Jahr und darüber hinaus wohl verringern. Dies teilte das ifo Institut in einer Pressemitteilung vom 9. September mit. Demnach sei davon auszugehen, dass 39 Prozent der bislang auf Fachmessen ausstellenden deutschen Industriefirmen ihre zukünftigen Messeteilnahmen verringern wollen. Der konkrete Umfang der Verringerung wurde in der Studie allerdings nicht abgefragt. Zwei Prozent der Befragten gaben hingegen an, ihre Messeauftritte zukünftig ausweiten zu wollen. Die verbliebenen 59 Prozent planen derzeitig mit einem unveränderten Engagement auf Messen. Der AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft wertet dieses andauernde Engagement als positive Nachricht in Zeiten der Wirtschaftskrise. Zudem führt er an, dass die Umsatzsteigerung für viele Messebeteiligungen nur ein nachgelagertes Ziel sei und die mittel- und langfristige Stärkung der Unternehmen im Vordergrund stünden. Neben diesen Zahlen präsentierte das ifo Institut aber auch Erkenntnisse zu digitalen Formaten: Diese würden mittlerweile Alternativen zu traditionellen Messen darstellen. So gaben beispielsweise 65 Prozent der Aussteller an, diese in Zukunft stärker nutzen zu wollen. Auch zu den Auswirkungen der in diesem Jahr entfallenen Messeteilnahmen lieferte die Umfrage neue Erkenntnisse, denn 48 Prozent der ausstellenden Firmen gaben an, dass der Wegfall der Messeauftritte keine wirtschaftlichen Einbußen zur Folge gehabt hätten. Sechs Prozent sprachen hingegen von Einbußen in hohem Umfang.

Pressemitteilung: https://www.ifo.de/node/57889